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TREM2 – Die Wahrsagekugel der Alzheimer-Forscher

Schon 7 Jahre vor Krankeitsausbruch verrät das Immunsystem alles über eine entstehende Alzheimer-Erkrankung. Wie sich die Forschung dazu ein Protein namens TREM2 zu Nutze macht.

Welche Rolle das Immunsystem bei der Alzheimer-Krankheit einnimmt, ist noch nicht ganz klar. Bekannt ist bisher nur, dass es großen Einfluss auf Entstehung und Verlauf der Krankheit hat. Ein Forscherteam aus München stellte fest, dass die Immunzellen im Gehirn bereits einige Jahre vor Krankheitsbeginn aktiv werden. Bei einer Untersuchung von Menschen mit genetischer Veranlagung für Alzheimer wurde deutlich, dass bereits 7 Jahre vor dem erwarteten Ausbruch der Krankheit abnorme Immunreaktionen nachweisbar sind. Immunzellen des Gehirns, so genannte Mikroglia, sondern ein Protein namens TREM2 ab. An der Menge an TREM2 lässt sich die Aktivität der Immunzellen ablesen. Bekannt ist, dass eine Mutation im Gen von TREM2 mit einem erhöhten Risiko einer neurogenerativen Krankheit zusammenhängt. TREM2 eignet sich daher womöglich als Biomarker für die Diagnose und zur Kontrolle des Therapieverlaufs. Vorteilhaft ist auch, dass der Marker für genetisch bedingte Alzheimer-Erkrankungen ebenso wie für zufällig auftretendes Alzheimer gut geeignet zu sein scheint.



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