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Schreckhaftigkeit – Die psychologischen Ursachen

Schreckhaftigkeit ist eine für uns nicht steuerbare Reaktion auf einen äußeren Reiz, die vom vegetativen Nervensystem ausgeht. Eine gesund ausgeprägte Schreckhaftigkeit, wie z.B. das Zucken bei einem Knall, ist völlig normal und als Schutzmechanismus sogar genetisch verankert. Übertriebene Schreckhaftigkeit jedoch kann ein Hinweis auf eine psychische Erkrankung sein.

Meistens reagiert der Körper auf ein unmittelbar eingetretenes Ereignis, jedoch kann Schreckhaftigkeit auch auf ein zurückliegendes Ereignis zurückzuführen sein. Der Schrecken, eine Angstreaktion, löst die Ausschüttung einer unglaublich hohen Menge an Adrenalin aus, was uns für mehrere Minuten unter Schock stehen lässt. Bei psychischen Erkrankungen wie posttraumatischer Belastungsstörung, Klaustrophobie oder bipolaren Störungen kann dieser natürliche Schutzmechanismus extreme Formen annehmen und schon durch Kleinigkeiten ausgelöst werden. Ursachen dafür sind häufig zurückliegende traumatische Ereignisse wie Missbrauch, Kriegserfahrungen, Naturkatastrophen oder körperliche bzw. psychische Extrembelastungen. Schreckhaftigkeit ist dabei nicht die Krankheit, sondern lediglich das Symptom einer psychischen Krankheit.


Wenn es durch die Symptome zu starken Einschränkungen des Alltags kommt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die klassische Behandlung beginnt mit Gesprächstherapien, Verhaltensanalysen, Entspannungstechniken und ggf. homöopathischen Mittel, im Ernstfall auch Antidepressiva. Die Therapie dauert oft Jahre und führt nicht immer zur völligen Angstfreiheit.


Man kann der Ausprägung einer psychischen Krankheit jedoch entgegenwirken, indem man Stress vermeidet, auf Giftstoffe verzichtet und zur Entspannung regelmäßig Yoga oder progressives Muskeltraining betreibt.



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