Glyphosat – Krebserregend ja, nein, vielleicht?

Glyphosat ist ein Stoff, der seit vielen Jahren für die Unkrautbeseitigung in Landwirtschaft und Gartenbau verwendet wird. Anfangs wurde es als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft, aber trotzdem nicht von der EU verboten. Zu recht?

Vor kurzem hat der Ausschuss für Risikobeurteilung einen Bericht veröffentlicht, die nahelegt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist. Daraufhin brach eine heiße Diskussion aus, ob diese Beurteilung industriebedingt erstellt wurde. Es wurden 900 Publikationen zu dem Thema einbezogen, allerdings wurden durch den angewandten industriegeschaffenen Qualitätsstandard viele Publikationen außer Acht gelassen, die die Entscheidung anders beeinflusst hätten. Die Beurteilung ist demnach nicht nur überholt, sondern schlicht und einfach unvollständig. Hinzu kommt, dass bereits festgestellt werden konnte, dass sich Glyphosat nicht nur im Urin anreichert, sondern auch in der Muttermilch und in Nahrungsmitteln selbst. Demnach wäre eine epidemiologische Studie notwendig, um das Krebsrisiko beurteilen zu können. Bis es eine derartige Studie gibt, kann nicht von Entwarnung gesprochen werden.



 



QUELLE: Medscape



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