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Freundschaft – Wie aus Fremden Freunde werden

Wer enge Beziehungen zu Freunden pflegt, bekommt seltener Depressionen oder Herz-Kreislauf Erkrankungen – unabhängig von der Anzahl der Freunde. Psychologisch gesehen gibt es neben ähnlichen Interessen und Wertvorstellungen noch einige weitere Faktoren, die entscheiden, ob eine Freundschaft entsteht, hält oder sich auflöst.

Ein wichtiger Faktor für die Entstehung einer Freundschaft ist räumliche Nähe. Wer oft und spontan Zeit miteinander verbringen kann, wird sich eher miteinander anfreunden. Psychologen haben außerdem festgestellt, dass auch viel vom Zufall abhängt: Bei einem Test mit Studenten, denen an ersten Tag ihr Sitzplatz zugewiesen wurde, konnte festgestellt werden, dass diejenigen die nebeneinander oder in einer Reihe saßen, nach einem Jahr enger befreundet waren als die, die weit voneinander entfernt saßen. Drittens spielt auch die Häufigkeit des Kontakts eine wichtige Rolle: Studenten, die im gleichen Haus wohnten, verstanden sich besser. Jene, die ihre Zimmer direkt nebeneinander hatten, waren in über 50 % der Fälle gut befreundet. Der vierte Faktor: Menschen lieben Gewohnheit. Was sie oft sehen, gefällt ihnen nach einer gewissen Zeit automatisch besser. Zusätzliche Aspekte sind das Alter, die Lebenssituation und auch die Optik – Attraktive Menschen finden eher zueinander, wobei es bei der Persönlichkeit häufig andersrum ist. Wie man so schön sagt: Gegensätze ziehen sich an. Schlussendlich zählen auch Selbstoffenbarung, also das Zulassen von Intimität, und gegenseitige Wertschätzung eine große Rolle beim Aufbau von Sympathie.



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