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Evolution – Das Intelligenz-Gen

Wie die Aktivität eines einzigen Gens das Gehirn eines Menschen von dem einer Maus unterscheidet

Die Gene von Menschen und Mäusen sind nahezu identisch, weshalb Mäuse in der Forschung oft als Modell dienen, um menschliche Prozesse nachzustellen. Trotz dieser starken Ähnlichkeiten entwickelt sich das menschliche Gehirn zu einem sehr viel leistungsstärkeren und komplexeren Organ als bei jedem anderen Lebewesen. Das hängt nicht mit der Anzahl oder der Art unserer Gene zusammen, sondern mit ihrer Aktivität. Forscher fanden heraus, dass ein Gen namens Osteocrin, welches normalerweise nur in Knochen- und Muskelzellen aktiv ist, beim Menschen auch im Gehirn aktiviert vorkommt. Es ist für die kognitiven Hirnfunktionen zuständig und hat Einfluss auf die Vernetzung der Neuronen während des Hirnwachstums. Bei Versuchen mit Affen wurde festgestellt, dass dieses Gen durch einen vorgeschalteten, verstärkend wirkenden Genabschnitt namens Enhancer im Laufe der evolutionären Entwicklung von Primaten zur Entstehung höherer Intelligenz beigetragen hat. Ist dieses Gen bzw. der Enhancer dieses Gens mutiert, kann das zu einer verringerten Ausbildung von Intelligenz führen oder auch zu Krankheiten wie beispielsweise Autismus.



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