Broken-Heart-Syndrom – Liebeskummer kann tödlich sein

Das Broken-Heart-Syndrom, auch Tako-Tsubo-Kardiomyopathie genannt, ist eine nach schwerem psychischen oder emotionalen Stress auftretende Erkrankung des Herzmuskels.

Das Syndrom äußert sich in einer plötzlichen linksseitigen Dysfunktion des Herzmuskels – allerdings gibt es dafür keine körperliche Ursache, sondern eine rein psychische bzw. emotionale. Das klingt lapidar, doch ist gerade das das Gefährliche: Diese häufig unterschätzte Krankheit hat eine 5-Jahres-Sterberate von über 60%. Kardiologen gingen bis vor kurzem davon aus, dass die Krankheit keine großen Risiken mit sich bringt, da sich die Patienten nach dem emotionalen Stress oder dem Akutereignis wieder relativ schnell und vollständig erholen. Das war ein Irrtum. Zum einen wird die Häufigkeit der Krankheit unterschätzt, weswegen oftmals nicht einmal eine DIagnose gestellt wird. Zum anderen kann es zu Folgeerkrankungen wie Herzinfarkten oder Arrhythmien kommen. Hinzu kommt ein Risiko von 5-10%, dass die Symptome mehrfach oder sogar chronisch auftreten. Stressbewältigungsmethoden machen sich also bezahlt: Wer mit psychischem und emotionalem Stress besser umgehen kann, hat demnach ein deutlich geringeres Risiko für einen plötzlichen Herztod.



 



QUELLE: Medscape



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