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Beziehungen – Biologische Abhängigkeit vom Partner

Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die belegen, dass Menschen in einer Beziehung psychologisch und physisch stark voneinander abhängig sind. Man bildet im Laufe einer Beizehung eine psychologische Einheit. Warum diese ungesund erscheinende Abhängigkeit aus biologischer Sicht sinnvoll ist.

Der Partner hat Einfluss auf unseren Herzschlag, unseren Blutdruck, die Atmung und den Hormonspiegel. Auch das Stresslevel kann durch die reine Anwesenheit oder körperlichen Kontakt des Partners deutlich sinken. Immer wieder wird gepredigt, man müsse in einer Beziehung genügend Unabhängigkeit und Grenzen haben. Doch auch wenn nicht nur biologische Faktoren Einfluss darauf haben, ob eine Beziehung funktioniert oder nicht, ist der Hinweis auf Unabhängigkeit aus biologischer Sicht unhaltbar. Eine körperliche Abhängigkeit entsteht so oder so, denn das Bedürfnis, unser Leben mit jemandem zu teilen, ist genetisch tief in uns verankert. Es hat sich evolutionär gesehen als Vorteil erwiesen, im Team zu existieren, sich gegenseitig zu beschützen und zu unterstützen. Dem entgegenzuwirken kann zu emotionalen Problemen führen, die sich wiederum auf den Körper auswirken. Das soll nicht heißen, dass man nie wieder Zeit mit einer anderen Person als dem Partner verbringen soll. Vielmehr sollte man versuchen, wahre Offenheit und Intimität zu zu lassen und ein Team zu werden, ohne die eigene Integrität zu verlieren. Das Abhängigkeitsparadox besagt, dass wir einen Menschen finden müssen, von dem wir abhängig sein wollen, um voller Urvertrauen unseren Weg zur Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung gehen zu können.



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