Arzneimittel – Demenz als Nebenwirkung

Die Arzneimittelbelastung bei älteren Menschen steigt stetig an und bringt besondere Herausforderungen mit sich.

Untersuchungen zeigen, dass die kognitive Beeinträchtigungen aufgrund von Medikamententoxizität immer stärker zunehmen. Einige Forschungen legen die Vermutung nahe, dass chronische Delirzustände im Alter nicht selten als Demenz diagnostiziert werden, obwohl sie vom täglichen Tablettenkonsum herrühren. Außerdem ist die Einnahme mehrerer Wirkstoffe problematisch, da die Nebenwirkungen oftmals nur marginal untersucht werden. Dazu kommen Patienten, die Selbstmedikation betreiben. Depressionen, Schlafstörungen und Unruhezustände sind die häufigsten Nebenwirkungen, die der Demenz zugesprochen werden, doch in Wirklichkeit mit der permanenten Übermedikation zusammenhängen. Grundsätzlich kann jedes Medikament im Alter zu Delirzuständen führen.



 



QUELLE: Ärzteblatt



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