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Alkoholsucht – Wann fängt sie an?

Alkohol wird bereits seit Jahrhunderten konsumiert – Meist aus gesellschaftlichen Gründen, aus Genuss und wegen der Geselligkeit. Dabei ist der Übergang von normalem Alkoholkonsum zur Alkoholsucht meist langsam und fließend.

Alkohol wird über die Magenschleimhaut ins Blut aufgenommen und gelangt dadurch in den ganzen Körper, auch ins Gehirn. Steigt der Alkoholspiegel im Blut schneller an als der Körper es abbauen kann, kommt es zu den bekannten Anzeichen der Betrunkenheit. Die Reizweiterleitung im Gehirn über Neuronen und Neurotransmitter wird gehemmt und führt zu einer stimmungsaufhellenden, berauschenden und reaktionshemmenden Wirkung auf den Konsumenten. Außerdem wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet, der für ein Glücksgefühl sorgt. Allerdings ist regelmäßiger Alkoholkosum keineswegs gesund für unser Gehirn. In Deutschland sind mehr als 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig, 75.000 davon sterben jedes Jahr an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Die Gründe für die Sucht sind komplex und individuell verschieden: Es spielen psychologische, genetische und soziale Faktoren eine Rolle. Die Folgen sind meist schwerwiegend – Leberzirrhose, Leberkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Schlafstörungen, Schädigungen des Gehirns, jegliche anderen Arten von Krebs und Stoffwechselschädigungen. Als alkoholabhängig gelten Menschen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, um Stresssituationen zu bewältigen oder Trauer und Ärger zu unterdrücken. Kritisch wird es dabei bei mehr als 20 g Alkohol pro Tag, also einem halben Liter Bier oder einem Viertel Liter Wein.



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